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SMARTBROKER+ Erfahrungen: Kostensieger im Test – Lohnt sich das Depot?

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Letztes Update 23. Februar 2026

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Die Suche nach dem idealen Aktiendepot gleicht oft der Suche nach der Nadel im Heuhaufen: Entweder sind die Gebühren zu hoch, oder das Angebot an Handelsplätzen ist so stark eingeschränkt, dass man als Anleger schnell an Grenzen stößt. Der SMARTBROKER+ verspricht hier den goldenen Mittelweg. Als Nachfolger des klassischen Smartbrokers kombiniert die Plattform die günstigen Konditionen eines Neo-Brokers mit der Tiefe eines Full-Service-Depots.

Doch hält das Angebot, was es verspricht? In unserem detaillierten Test haben wir die Kosten, das Handelsuniversum und die Usability unter die Lupe genommen.

Vorteile SMARTBROKER+

  • Kostenlose Depotführung ohne versteckte Bedingungen
  • Handel ab 0 Euro (über gettex ab 500 € Volumen)
  • Riesige Auswahl: Über 1,6 Millionen Wertpapiere handelbar
  • Attraktive Verzinsung auf dem Verrechnungskonto (Zinskonto)
  • Alle deutschen Börsenplätze sowie 18 internationale Märkte verfügbar
  • Stiftung Warentest Kostensieger (12/2025)

Nachteile SMARTBROKER+

  • Zinsen am Verrechnungskonto erfordern 3 Trades pro Quartal
  • Keine automatische Wiederanlage von Ausschüttungen
  • Lastschrifteinzug von Drittkonten aktuell nicht möglich
  • Web-Interface funktional, aber weniger Features als manche Profi-Software

Wer steckt hinter SMARTBROKER+?

Hinter der Marke steht die Smartbroker Holding AG (ehemals Wallstreet:online), die mit der Baader Bank als depotführendem Institut kooperiert. Während viele Wettbewerber lediglich einen oder zwei Handelsplätze anbieten, öffnet SMARTBROKER+ das Tor zu fast allen relevanten Börsen weltweit. Dies macht den Broker besonders für Anleger attraktiv, die über den Tellerrand von Standard-ETFs hinausblicken möchten.

Die Einlagen auf dem Verrechnungskonto sind durch die deutsche Einlagensicherung bis zu einem Betrag von 100.000 Euro pro Kunde geschützt. Damit ist die Sicherheit der Gelder auf einem Niveau, das man von etablierten Instituten wie der Sparkasse gewohnt ist, jedoch zu deutlich attraktiveren Konditionen. Wer sich generell Sorgen um die finanzielle Stabilität macht oder bereits mit Verbindlichkeiten zu kämpfen hat, sollte sich parallel mit unserem Ratgeber zum Thema Schulden abbauen beschäftigen, um eine solide Basis für den Vermögensaufbau zu schaffen.

Die Kostenstruktur: Kostensieger laut Stiftung Warentest

Ein zentrales Argument für den Wechsel zum SMARTBROKER+ ist die Gebührenordnung. In der Ausgabe 12/2025 von Stiftung Warentest Finanzen wurde der Broker als Kostensieger in allen getesteten Depotgrößen bestätigt. Das bedeutet, dass sowohl Kleinanleger mit monatlichen Sparraten als auch Trader mit großen Depotvolumina hier statistisch am günstigsten fahren.

Die wichtigsten Gebühren im Überblick:

Das Depot selbst ist bedingungslos kostenlos. Der Handel über den Handelsplatz gettex ist ab einem Ordervolumen von 500 Euro gebührenfrei (zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen). Wer kleinere Summen investiert, zahlt über gettex lediglich eine Pauschale von 4 Euro.

Auch an anderen deutschen Börsenplätzen wie Xetra, Tradegate oder Lang & Schwarz bleibt die Preisstruktur mit einer Flat-Fee von 4 Euro (plus börsenplatzabhängige Entgelte) äußerst transparent. Im Vergleich zu Filialbanken sparen Anleger hier oft mehrere hundert Euro pro Jahr, was besonders im Kontext der aktuellen Inflation und steigender Lebenshaltungskosten ein entscheidender Faktor ist.

Zinsen auf dem Verrechnungskonto

In Zeiten, in denen das Tagesgeld wieder an Bedeutung gewinnt, bietet SMARTBROKER+ ein integriertes Zinskonto an. Aktuell erhalten Kunden dort 1,75 % Zinsen p.a. für Guthaben bis zu 100.000 Euro. Der Zinssatz ist variabel und orientiert sich am EZB-Referenzzinssatz (0,25 Prozentpunkte darunter).

Ein wichtiger Punkt: Die Verzinsung ist an eine Bedingung geknüpft. Kunden müssen mindestens drei Wertpapiertransaktionen pro Quartal durchführen. Dazu zählen erfreulicherweise auch Sparplanausführungen. Wer also ohnehin regelmäßig investiert, kann das Depot gleichzeitig als lukrativen Parkplatz für Liquidität nutzen.

Wer nach Alternativen im Bereich der reinen Geldanlage sucht, findet bei Portalen wie Weltsparen oft noch höhere Sätze bei spezialisierten europäischen Banken, muss dort aber auf die direkte Handelsmöglichkeit verzichten. Auch ein Blick auf die Konditionen der Bigbank kann sich lohnen, wenn die Zinsmaximierung im Vordergrund steht.

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Sparpläne: Das Herzstück für den Vermögensaufbau

Für viele Privatanleger ist das Sparplan-Angebot das wichtigste Entscheidungskriterium. SMARTBROKER+ bietet hier ein beeindruckendes Spektrum:

Über 4.700 Sparpläne stehen zur Verfügung, wobei der Fokus auf ETFs und Aktien liegt. Über 1.600 ETFs von renommierten Partnern wie Amundi, Xtrackers oder SPDR können dauerhaft ohne Ausführungsgebühren bespart werden.

Besonders hervorzuheben ist die geringe Einstiegshürde: Sparpläne können bereits ab einer Rate von 1 Euro gestartet werden. Dies ermöglicht es auch jungen Menschen oder Geringverdienern, frühzeitig mit dem Investieren zu beginnen. Wer aufgrund niedriger Rücklagen eher über Kredite nachdenkt, sollte vorsichtig sein, um nicht in eine Kleinkredit Schuldenfalle zu tappen. Ein automatisierter Sparplan ist hier oft die bessere Alternative, um langfristig finanzielle Freiheit zu erreichen.

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Plattform und Usability: App vs. Web

Der Wechsel zum „+“ im Namen markierte auch den technologischen Sprung. Während der alte Smartbroker optisch eher an das Internet der frühen 2000er erinnerte, bietet SMARTBROKER+ eine moderne App für iOS und Android sowie eine überarbeitete Web-Oberfläche.

Die Bedienung ist intuitiv gestaltet. Funktionen wie Watchlists, detaillierte Kurscharts und eine einfache Ordermaske gehören zum Standard. Dennoch gibt es kritische Stimmen, die bemängeln, dass einige Komfort-Features der alten Plattform (wie tiefergehende Profi-Analysetools) noch nicht vollständig integriert wurden. Für den durchschnittlichen Anleger, der Buy-and-Hold betreibt oder gelegentlich Trades absetzt, ist die aktuelle Lösung jedoch mehr als ausreichend.

Sicherheit und steuerliche Behandlung

Ein großer Vorteil gegenüber ausländischen Brokern ist die automatische Abführung der Kapitalertragsteuer. Da die Baader Bank in Deutschland ansässig ist, müssen sich Anleger nicht selbst um die Verrechnung mit dem Finanzamt kümmern – ein Freistellungsauftrag kann direkt im Account hinterlegt werden. Das spart Zeit und verhindert Fehler in der Steuererklärung, wie sie bei Anbietern wie der französischen BforBank auftreten können, wo die steuerliche Komplexität oft unterschätzt wird.

In puncto Sicherheit ist SMARTBROKER+ ebenfalls solide aufgestellt. Neben der gesetzlichen Einlagensicherung ist das Institut an den freiwilligen Einlagensicherungsfonds deutscher Banken angeschlossen. Wer zusätzlich auf Nachhaltigkeit wert legt, findet bei der Tomorrow Bank interessante Ansätze, auch wenn diese kein vergleichbar tiefes Depot-Angebot aufweist.

SMARTBROKER+ vs. die Konkurrenz

Im direkten Vergleich mit anderen Neobrokern punktet SMARTBROKER+ vor allem durch die Handelsplatz-Vielfalt. Während Anbieter wie Trade Republic oder Scalable Capital den Handel oft auf ein oder zwei Börsen beschränken, bietet SMARTBROKER+ das volle Spektrum. Das ist entscheidend, wenn man in weniger liquide Nebenwerte oder spezielle Anleihen investieren möchte, die nur an Regionalbörsen gehandelt werden.

Auch gegenüber klassischen Direktbanken wie der Comdirect oder ING kann sich das Angebot sehen lassen, da die Grundgebühren pro Order deutlich niedriger ausfallen. Wer jedoch ein vollumfängliches Girokonto inklusive persönlicher Beratung sucht, ist eventuell bei einer Sparkasse besser aufgehoben, muss dort aber mit steigenden Gebühren und deutlich höheren Orderkosten rechnen.

Ist ein Depotwechsel sinnvoll?

Ein Depotübertrag zu SMARTBROKER+ ist in der Regel kostenlos und kann über einen digitalen Wechselservice eingeleitet werden. Angesichts der Auszeichnung durch Stiftung Warentest und der dauerhaft niedrigen Gebühren ist ein Wechsel insbesondere für Anleger sinnvoll, die derzeit noch hohe Depotgebühren oder prozentuale Orderprovisionen zahlen.

Für Nutzer, die bereits bei einem sehr günstigen Broker sind, bietet SMARTBROKER+ durch die Zinskomponente und die breite Auswahl an Derivaten (über 4,6 Millionen Produkte) einen Mehrwert als Zweitdepot. So lassen sich verschiedene Anlagestrategien sauber trennen – etwa ein langfristiger ETF-Sparplan und ein separater Teil für taktische Einzelaktien-Trades.

Fazit

Der SMARTBROKER+ hat sich erfolgreich vom angestaubten Image des Vorgängers gelöst und bietet heute eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse am deutschen Markt. Die Kombination aus 0-Euro-Trading, einem riesigen Handelsuniversum und der Bestätigung als Kostensieger durch die Stiftung Warentest macht das Depot zu einer Top-Empfehlung für fast jeden Anlegertyp.

Zwar gibt es mit der Trading-Pflicht für Zinsen eine kleine Hürde, doch diese ist für aktive Sparer leicht zu nehmen. Wer ein seriöses, deutsches Depot sucht, das keine Kompromisse bei der Auswahl macht, kommt an SMARTBROKER+ derzeit kaum vorbei. Es ist die moderne Antwort auf die oft überteuerten Angebote traditioneller Filialbanken und bietet die notwendige Transparenz, um den eigenen Vermögensaufbau effizient voranzutreiben.

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